Was in der letzten Woche geschah:

Hier nun schließlich auch das verbale Update.

Am Freitag, den 29.07. um 19:19 Uhr rief mich der BL Herr S. an und teilte mir mit, dass die für Montag bestellte Bodenplatte wieder abbestellt werden musste. Grund hierfür war wohl erheblicher Mehraufwand für die Tiefbauer von der Firma H. bei der Vorgängerbaustelle, die dadurch nicht wie vorgesehen am Do und Fr bei mir werkeln konnten. Das Ganze war wohl insofern misslich, weil wohl die ganzen Gutachter schon terminiert waren (also z.B. der Bodengutachter, der aufgrund seines Bodengutachtens noch einmal ran wollte, um den Verdichtungsgrad noch einmal zu ermitteln (Kosten übrigens pauschal i.H.v. 160 €)

ABER: Montag geht’s es dann los. Sein Zeitplan sah für Mo und Di die Tiefbauer vor, Mittwoch die Versorgungsleitungslegung in den Bodenplattenuntergrund durch Geosolar sowie die Anbringung der Meßpunkte für die Verschalung durch ihn, sowie am Donnerstag, den 04.08.2011 die Herstellung der Bodenplatte.

Soweit so gut. Oder wie der Kaiser sagen würde: Schaun mer mal.

Am Montagabend war ich völlig überrascht. Das Grundstück war mehr oder weniger halb umgedreht worden. Ein große Menge Erde war bereits grob verteilt, ein Haufen Bauschutt harrte der Entsorgung, ein weiterer Haufen Erde ebenfalls, das Bett war ausgehoben und bereits zu ¾ wieder verfüllt mit Sand, die Stubben alle gerodet und entsorgt, die Baustraße fast perfekt geworden und die beiden Männers noch fleißig am arbeiten. Dann wurde ich Zeuge, wie der 40 Tonner sich relativ problemlos durch die schmale Einfahrt zwängte. Im Bild hab ich ja bereits meinen Respekt gezollt. Hier nochmal: RESPEKT!

Am folgenden Tag um die Mittagszeit herum und bei strahlendem Sonnenschein, war von den Tiefbauern nichts mehr zu sehen, ein paar Haufen fehlten auch, dafür war das Kiesbett vollständig verfüllt und verdichtet. Und zwei Peoples machten sich an KG100 Rohren zu schaffen und verbuddelten in das frisch verdichtete Kiesbett Versorgungsleitungen, deren genaue Lage sie zuvor markiert hatten. Ein kurzes Pläuschchen gehalten, den vom Abwasserzweckverband vorgesehenen Trinkwasserleitungsbodenplattendurchführungsschlauch übergeben, mehr konnte ich eh nicht machen. Abends nochmal vorbeigeschaut und das vollendete Werk bestaunt und dabei festgestellt, dass ich für die Trinkwasserzuführung noch einmal einen extra Stich von meinem Graben buddeln darf L Naja, wenigstens hauten die beiden Abwasserentsorgungspunkte perfekt hin.

Mittwoch traf ich den Bauleiter Herrn S. auf dem Grundstück an. Wiederum ein kurzes Pläuschchen gehalten, dabei aber bemüht gewesen, Ihn  nicht von seiner eigentlichen Aufgabe, nämlich dem Aufstellen des Schnurgerüstes, abzuhalten. Das Ergebnis wiederum am Abend bewundert. Irgendwie kamen mir die Schnittpunkte der Schnurgerüste ziemlich dicht beieinander vor. Auf Deutsch: es wirkte verdammt klein.

Donnerstag hatte ich einen Besprechungstermin auf der Baustelle mit dem BL Herrn V. von Geosolar zwecks Festlegung der Lage des Flächenkollektors. Wir wollten uns nicht das ganze Grundstück hinten mittig mit dem Kollektor zulegen lassen und haben die nötigen 180m² ziemlich weit auf eine Seite und zum Haus hin geplant. Das soll uns ermöglichen, später auf der anderen Seite doch einmal einen Pool bauen, Tiefenwurzler pflanzen oder schlicht den Rest des Gartens unkrautfrei betonieren zu können. Als ich ankam saßen die Betongießer (oder wie man sie nennen mag) in Ihrem Auto und erzählten mir frustriert, dass die Pumpe bereits am Vormittag da war, jedoch die Betonlieferung erst woanders erfolgen musste und sie daher erst am frühen Nachmittag kommen werden. Aber immerhin konnte ich bereits das ausgehobenen Streifenfundament rundherum bewundern und die ausgelegte Armierung (da drunter irgendeine Folie mit Noppen). Naja, zwischenzeitlich also mit Herrn V. alles nötige besprochen (hier gab es auch mal ein Besprechungsprotokoll – hat sich wohltuend von den bisherigen Gesprächen mit AB abgehoben). Gegen halb zwei kam erneut die Betonpumpe. Ein Hoschi, der vorwärts in unser Grundstück wollte. Dummerweise parkten mittlerweile drei fremde PKW gegenüber meiner Einfahrt. Einen PKW-Halter bekam ich fix heraus, der gehörte einem Tiefbauer, der bei einem benachbarten Bauprojekt tätig war und zu meinem Glück auch gesehen hatte, wo die anderen beiden entschwunden waren. Um 14 Uhr war es dann soweit: es rollte der erste Betonmischer an, der sogleich rückwärts der Pumpe folgte. Was darauf folgte war zum einen Regen (was wohl für Beton besonders toll ist, für die Arbeiter und Zuschauer eher nicht – ich stellte mich aber mit dem Pumpenfahrer unter sein aufklappbares Bedienelement, fachsimpelte mit ihm und sah ihm beim Bedienen seiner Fernbedienung zu.) Derweil verteilten die Betonler die erste Fuhre im Streifenfundament. Dann kam schon der zweite Mischer und das Spiel begann von vorne, diesmal wurde auch die eigentliche Platte mit Beton bedacht. Draußen wartete bereits der nächste Mischer. Ich musste dann doch mal wieder los. Erst nach der Arbeit (meiner in diesem Falle) bin ich nochmal auf das Grundstück gefahren und habe das Werk bewundert (ich weiß, in letzter Zeit wunder ich ziemlich viel…). Der liebe Gott hat es auch weiterhin ein wenig regnen lassen, auch am folgenden Tag, daher brauchte ich nicht einmal wässern. Die Betonler meinten, die ersten 24 Stunden sind die entscheidenden. Im Netz hab ich gelesen, die ersten zwei Tage sind relevant. Beide Zeitspannen sind bei uns überstanden. Von daher sollte eigentlich nichts mehr reißen.

Am Samstag kam dann prompt auch die zweite AR von Aktuell Bau (gemäß dem Zahlungsplan bei Fertigstellung der Bodenplatte) und – oh Wunder – ein Bauzeitenplan! Mir ist bis heute schleierhaft warum dieser nicht vorher herausgegeben wird, da er -wie auch auf ihm angegeben- keinerlei rechtl. Relevanz hat (außer er ist verbindlich vereinbart). Aber als Pi mal Daumen Plan hätte er von Anfang an getaugt!

Weitere Rechnungen die eintrafen:

– vom Vermesser für die Feineinmessung ca. 300 €

– von der Landesjustizkasse für die Eigentumseintragung 250 €

– von der unteren Verkehrsbehörde für das ebenfalls die Woche beantragte Parkverbot 45 €

– vom Abwasserzweckverband für den Verkauf des Schlauches der nur in ihrem Verbandsgebiet vorgeschriebenen Trinkwasserdurchführung bei BV mit Bodenplatte ca. 70 €

Am Montag habe ich dann den Zählerinstallateur vom regionalen Energieversorger kontaktiert, nachdem wir ebenfalls letzte Woche die unterschriebene Inbetriebnahmemitteilung von unserem Elektriker im Briefkasten hatten. Der hat auch am selben Tag noch den Zähler installiert. Unser Zähler weist jetzt stolze 3 kw/h aus!

So, das wars für die letzten Tage. Ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Sollte dem doch so sein, wird es nachgetragen. Ansonsten kommt diese Woche Geosolar und verlegt den Flächenkollektor (wie letzten Do) besprochen. D.h. ein weiterer 180 m² großer Grundstücksteil wird noch einmal 1,30m tief aufgerissen. Im Grunde genommen, hätten wir auch mit Keller bauen können 😉

Über die Ereignisse der nächsten Wochen werden wir hier berichten!

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2 Antworten zu “Was in der letzten Woche geschah:

  1. Guten Tag.

    Wir bauen ebenfalls gerade mit Aktuell Bau in Berlin. Unser Bauvorhaben läuft seit April 2011 und vorab kann ich sagen das der Fertigstellungstermin nicht eingehalten wird.
    Sie haben bestimmt einen anderen Bauleiter wie wir. Jedoch geht das Gerücht , dass die Bauleiter für Raum Berlin/ Brandenburg nicht die besten sind.
    Laut meiner Erfahrung schauen Sie überall den auf die Finger. Bei Dachziegel, Außenfarbe Außenputz, und und und. Sehr wichtig beim Mauerwerk, gibt es gebrochene Steine, liegen die Steine richtig aufeinenader,.
    Akteull Bau wird immer einen Baustandsbericht zuschicken, in dem steht dass das entsprechende Gewerk zu 100% fertig ist. Ist es in keinstem Fall.
    Passen Sie auf bei den Dachziegeln, man wird Ihnen erzählen das diese extra Befestigung brauchen da sich die DIN-Norm geändert hat. Diese besagte DIN-Norm existiert schon seit Jahren und ist auch der Firma bekannt.
    Wissen Sie schon das die Leistung des Kollektorfeldes zum Betreiben eines Heizungskörpers insbesondere im Bad nicht ausreicht und erst durch Extrakosten diese sinnvoll wird?
    Ich kann noch weitere Beispiele bringen.
    Mein Tipp an Sie machen Sie von allen Fotos!!! Und bei der Firma niemals auf mündliche Zusagen verlassen. Nur schriftlich!!!! Egal ob Chef jr. oder sen. oder der Bauleiter.

    Grüße und viel Erfolg beim Bauen.

    Andreas Enes

    • Hallo Herr Enes,

      vielen Dank für diesen Erfahrungsbericht, der sich in Teilen mittlerweile auch bei uns bewahrheitet hat, insbesondere was Fristen und Termin angeht. Bestes Beispiel: bei der Bemusterung sollten wir (spontan) ein Schriftstück unterschreiben, in dem darauf hingewiesen wird, dass die ENEV 2009 Temperatur-Raumregler fordert, dieses aber von Aktuell-Bau nicht angeboten wird, oder besser: nur gegen Aufpreis. Wir befanden uns wohlgemerkt im Jahre 2011, also 3 Jahre nach Einführung der ENEV 2009. Da platzte mir zum ersten mal der Kragen, erstens über die Art und Weise und zweitens über die Sache an sich. Über Raumreglereinheiten bei Fußbodenheizung kann man sicherlich streiten, aber wir reden hier über ein verpflichtendes Gesetz.
      Haben Sie ebenfalls ein Bautagebuch? Ich würde dieses dann verlinken. Wir würden uns in jedem Falle freuen, wenn Sie zumindest in diesem Bautagebuch hier ab und zu Ihre Erfahrungen weiter schildern würden.

      Gruß
      Ron

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